(华信报讯 记者小慧)维也纳第五区是一个面积仅为2平方公里的小城区,是从前的联邦总理Dr. Bruno Kreisky
1911年的诞生地,也是著名浪漫派作曲家弗朗茨.舒伯特于1828年临死前居住过的城区。
维也纳两家主要的华文报社、10多家中国货行、超市、中餐馆与平日里喧嚣繁忙、
在维也纳享有盛名的“Naschmarkt”为城区提供了丰富的国际间的文化交流,形成了维也纳第五区
一道特有的风景线 。
作为华文媒体--欧洲华信报的记者,在几次第五区区政府与主管外国人融入事务的市政府17
局联合举办的活动采访现场
,我有幸结识了第五区区长Ing.Kurt Ph.Wimmer先生。举止温文尔雅,
谈话真诚、字里行间无不散发着人文意识的Wimmer区
长让人感到亲切和温暖。
Wimmer区长以他个人的人格魅力、展现着他特有的领导风范。
今年6月22日,“2009年首届奥地利华人节”将在维也纳第五区的Kettenbrueckengasse举行,
届时Wimmer区长将会亲临现场观看,领略中国传统文化的魅力和风采。时值“2009
年首届奥地利华人节”前夕,笔者走访了Wimmer区长,下面是采访记录:
记者: 您担任第五区区长有多长时间? 在您的执政期间,您做出的最大成绩是什么?
什么是您未来执政目标?
Wimmer区长: 我担任第五区的区长已有10 多年。我认为,我做出的最大成绩是将一个被人忽视的小区变成了一个人们乐于居住、
有安全感的小区,人们可以在这里生活得丰富多彩和有质量,它是我一直追求的目标。
记者: 生活在第五区的外国人比例有多高?
Wimmer区长: 我不称呼这些人为“外国人”,我叫他们为“国际性人士”。
这些人虽然没有在这里出生,却仍选择了该区作为生活居住地。
我们区有27.4%的人来自于不同国家,其中7000--9000来自于前南斯拉夫
,大约5000为土耳其人,而亚洲人的比例非常低。
记者: 在第五区,从什么时候起开始有了中国商店?
Wimmer区长: 很早的时候,在第五区就有了中国商店,它们设在Naschmarkt
的周围和位于Kettenbrueckengasse这条街道上。
记者: 您认为第五区的中国商店数目多于其他区吗?如果是,为什么?
Wimmer区长: 绝对不是,在维也纳不存在什么民族性的聚居区。来自于不同国家的、
不同民族的移民居住在维也纳的每一
个城区,这是一件令人感到愉快的事。
记者: 相对于其他“外国人商店”,您认为中国商店怎样?
Wimmer区长: 我爱亚洲,我喜爱亚洲商店的货物。我爱吃中国菜,
在中国商店里,我能买到在奥地利的商店里买不到的东西。
记者: 您知道,在第五区有两份中文报纸,它们都有10多年的历史,在您的办公室有这些报纸吗?
您或者您的下属有时候浏览它们吗?
尽管您们不认识中国文字。
Wimmer区长: 我知道这两份中文报纸,但是在我的办公室里没有这些报纸。对于我们来说,
唯一可能的是,
我们能看看中文报纸上刊登的照片。我们有一位同事能识中国字,但他为市政府17局工作。
记者: 您认为奥地利的华文报纸重要吗?作为对奥地利新闻业的充实,您如何评价外文报纸的功能?
Wimmer区长: 我相信,外文报纸在奥地利扮演着重要的角色,来自于中国和其他国家的移民能通过阅读他们自己的报纸,
很好地保留他们自己国家的文字和语言。
记者: 现在市政府17局有一个办公室设在第五区区政府内,他们的使命是什么?你们如何一起共同工作?
Wimmer区长: 市政府17局将权力下放,我们区的这个办公室主要分管维也纳南部移民的事务工作。作为区长,
我将支持这些民族团体的工作。
记者: 6月22日,有一个“奥地利华人节“在第五区举行,众多的华人将在这一天聚集于第五区
,它对维也纳的政治意味着什么?
您会以您个人的荣誉支持这项活动吗?
Wimmer区长: 在6月22日这天, 奥地利的华人将向奥地利来自其他民族的群体展现他们绚丽缤纷的文化,
它将有助于消除民族间的偏见和恐惧,这对于相互沟通非常重要,有着特别的优势。当然,
我极愿意以个人的名义支持这项活动。
记者: 您想对我们报纸说些什么?Wimmer区长: 我感到非常高兴,奥地利与中国这个大国保持着良好的交流与联系
,从而能了解和学习这个民族精湛的文化。
第二次世界大战后的中国在经济和工业上的飞速崛起,也给我留下了深刻的印象!
记者: 我们报社非常感谢您能接受这次采访!
Ich liebe die chinesische Kultur, Ich liebe das chinesische Essen
Interview mit Bezirksvorsteher Ing.Kurt Ph.Wimmer (5. Bezirk)
(Bericht von Xiaohui) Der fuenfte Bezirk ist mit nur 2km² relativ klein. Geboren wurden hier unter anderen 1911 der ehemalige
Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky, der bekannte romantische Komponist Franz Schubert starb 1828 im Bezirk. Die beiden groeßten
chinesischen Zeitungen in Wien, ueber zehn chinesische Geschaefte und Restaurants sowie der beruehmte "Naschmarkt" bereichern
das interkulturelle Angebot ungemein. Voller Klaenge und geschaeftiger Menschen unterschiedlichster Herkunft ist die Stadtlandschaft
an Werktagen und verstrahlt ein einzigartiges Ambiente.
Als Journalistin der Chinesischen Zeitung HuaXinBao war ich bei einigen Veranstaltungen, die vom 5.Bezirk und der
Magistratsabteilung 17 „Intergrations und Diversitaetsangelegenheiten“ organisiert wurden. Bei dieser Gelegenheit habe ich den
Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer kennen gelernt. Sein Benehmen ist vornehm und kultiviert. Er spricht offen und ehrlich. Seine
Aussagen druecken nicht nur zwischen den Zeilen humanistisches Bewusstsein aus. Seine Worte sind den Leuten immer zu Herzen
gegangen – eine große Persoenlichkeit mit einem einzigartigen Fuehrungsstil.
“Das erste chinesische Festival in Oesterreich im Jahr 2009”wird am 22. Juni 2009 in der Kettenbrueckengasse stattfinden.
Bezirksvorsteher Wimmer wird an diesem Tag kommen, um den Charme traditioneller chinesischer Kultur kennen zu lernen.
Vor dem Tag habe ich ein Interview mit ihm gemacht.
Xiao Hui: Wie lange arbeiten Sie als Bezirksvorsteher? Was sind Ihre groeßten Leistungen, wesentliche Ziele in der Zukunft?
Wimmer: Seit ueber 10 Jahren arbeite ich als Bezirksvorsteher. Die groeßte Leistung ist das Herausfuehren des vernachlaessigten
Bezirkes in einen lebenswerten und sicheren Bezirk. Sich seiner Vielfalt stellen und Lebensqualitaet im Bezirk zu erzeugen.
Xiao Hui: Wie hoch ist der Auslaender-Anteil im 5. Bezirk?
Wimmer: Ich sage nicht Auslaenderanteil , sondern Internationalitaet - Menschen , die nicht im Bezirk geboren sind und trotzdem
sich diesen Bezirk zum Leben ausgesucht haben. Es gibt 27,4 % Menschen mit internationalem Hintergrund, davon sind die staerksten
7000-9000 aus dem ehemaligen Jugoslawien und etwa 5000 Tuerken. Der Anteil der Asiaten ist sehr gering
.
Xiao Hui:Seit wann gibt es chinesische Geschaefte im 5. Bezirk?
Wimmer: Seit ewigen Zeiten gibt es chinesische Geschaefte im Bezirk vor allem rund um den Naschmarkt und in der Kettenbrueckengasse.
Xiao Hui:Glauben Sie, dass es im 5.Bezirk mehr chinesische Geschaefte gibt als anderen Bezirken? Wenn ja, warum?
Wimmer: Mit Sicherheit nicht. Es ist das angenehme in Wien, dass wir keine Ghettobildung haben, sondern eine Vielfalt in allen Bezirken Wiens.
Xiao Hui: Wie denken Sie ueber chinesische Geschaefte, im Vergleich mit anderen „Auslaender-Laeden“ ?
Wimmer: Ich liebe Asien und asiatische Geschaefte. Ich liebe die chinesische Kueche und in den Geschaeften kann ich Dinge kaufen,
die ich in Oesterreichischen Geschaeften nicht bekomme.
Xiao Hui: Sie wissen, es gibt in Ihrem Bezirk zwei chinesischen Zeitungen, die ueber 10 Jahre taetig sind. Liegen diese in Ihrem Buero auf?
Blaettern Sie oder Ihre Mitarbeiter manchmal da rinnen, obwohl Sie ja chinesische Schriftzeichen nicht lesen koennen?
Wimmer: Ja , aber da niemand Chinesisch lesen kann, haben wir keine im Buero. Das einzige was wir in Ihrer Zeitung erkennen koennen sind die Bilder.
Nur einer bei uns im Haus kann chinesisch lesen und er arbeitet bei der MA 17.
Xiao Hui:Glauben Sie, dass die chinesische Zeitung wichtig ist? Als wie bereichernd schaetzen Sie denn die „auslaendische“
Zeitungsszene in Wien im Allgemeinen ein?
Wimmer: Ich glaube dass die „auslaendische“ Zeitungsszene in Wien sehr wichtig ist, damit die Menschen aus China und auch
aus anderen Laendern ihre Sprache und Schrift behalten koennen.
Xiao Hui:Jetzt gibt es ein neues Buero der MA17 bei Ihnen . Was ist seine Aufgabe, wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit vor?
Wimmer: Die MA 17 hat sich dezentralisiert. Wir sind das Regionalbuero Sued und die Angestellten haben sich um die Menschen
zu kuemmern und den Bezirksvorsteher bei seiner Arbeit mit den ethnischen Gruppen zu unterstuetzen.
Xiao Hui:Am 22. Juni gibt es ein in Margareten ein chinesisches Festival. Welche Bedeutung hat ein Zusammentreffen von
Neo-Wienern im Allgemeinen und der Chinesen im Besonderen fuer Wien, seine Bevoelkerung und seine Politik? Werden Sie den
Ehrenschutz uebernehmen?
Wimmer: Das chinesische Fest findet am 22.6 in der Kettenbrueckengasse statt. Es ist sehr wichtig, dass sich die einzelnen Ethnien
den anderen Menschen im Bezirk zeigen, denn das hilft, Vorurteile und Aengste zu verhindern. Wenn man sich bei so sympathischen
Festen zeigt, ist das von besonderem Vorteil. Ich uebernehme gerne den Ehrenschutz dafuer.
Xiao Hui: Wollen sie unserer Zeitung etwas sagen?
Wimmer: Meine Einstellung zu chinesischer Kultur – ich bin froh, dass wir einen so guten Kontakt zu diesem großen Land mit
seiner
Vielfaeltigkeit haben. Man kann immer von einer großen Kultur lernen. Ich bin tief beeindruckt von der Entwicklung
Chinas nach dem
2. Weltkrieg hin zu eine wirtschaftlichen und industriellen Grossmacht.
Xiao Hui: Wir danken Ihnen herzlich fuer dieses Interview!